Jep, jetzt ist es raus: Wir wünschen uns ein zweites Kind. Nachdem unser erstes Baby im Mai 2025 zur Welt kam, fühlen wir uns inzwischen so langsam bereit dazu, noch ein zweites Baby in unserer Familie willkommen zu heißen. Ein Abstand von circa zwei Jahren wird ja gesellschaftlich als „gut“ angesehen. Und nicht zuletzt werden mein Partner und ich auch nicht jünger. Ich bin jetzt 39, auch wenn ich mich meistens eher wie Ende 20 fühle.
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Um meinen Körper entsprechend auf eine Schwangerschaft vorzubereiten, habe ich schon vor ein paar Wochen angefangen, Folsäure zu supplementieren. Das ist aus meiner Sicht das wichtigste Nahrungsergänzungsmittel, das man bei einem Kinderwunsch einnehmen sollte. Tatsächlich wird die Einnahme bereits ab Kinderwunsch auch offiziell empfohlen, da Folsäure das Risiko für bestimmte Fehlbildungen des kindlichen Nervensystems senken kann.
Zudem achte ich nun besonders darauf, abwechslungs- und nährstoffreich zu essen. Lebensmittel, die bei mir regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, sind Avocados, Eier, Rote Bete und auch Sardinen in Olivenöl (sicherlich nicht jedermanns und jederfraus Sache, aber ich mag’s und die öligen Fische sind ein super Lieferant von Omega-3-Fettsäuren, Protein und noch viel mehr!).
Und noch eine Sache ist neu: mein Oura Ring!

Ich bin ja tatsächlich schon seit 2022 treue Oura-Smart-Ring-Anhängerin, doch nach vier Jahren des ständigen Tragens hat mein alter Ring der dritten Generation so langsam den Geist aufgegeben. Es passt also perfekt, dass ich für meinen Blog den Oura Ring der neuesten Generation für euch testen darf!
Für alle, die die Marke Oura bislang noch nicht kennen:
Über Oura
Der Oura Ring ist ein Smart-Ring, der verschiedene Körpersignale misst, darunter Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, nächtliche Hauttemperatur und Bewegung. In der dazugehörigen App werden daraus unter anderem Auswertungen zu Schlaf, Aktivität und Erholung. Auch Stress und der weibliche Zyklus lassen sich damit besser einordnen. Die Idee dahinter: den eigenen Körper besser verstehen und erkennen, was einem im Alltag guttut. Das Unternehmen wurde 2013 im finnischen Oulu gegründet.
Ich hatte mich damals für einen Oura Ring entschieden, da ich nicht so gerne Uhren und Armbänder trage, insbesondere nachts. Und ich fand und finde den Oura Ring auch ästhetisch sehr ansprechend. Man kann ihn an verschiedenen Fingern tragen, aber sowohl bei meinem alten als auch bei meinem neuen Ring hat sich der linke Zeigefinger für mich etabliert.
Damals hat mich insbesondere das Schlaftracking interessiert, da ein guter und gesunder Schlaf ja eine wichtige Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden ist. Und tatsächlich hat mich das Feature auch nicht enttäuscht, im Gegenteil. Neben einer Analyse der Schlafdaten gibt Oura einem auch Tipps für die eigenen optimalen Schlafenszeiten und Routinen mit.
Was ist neu in der fünften Oura-Generation?
Bestellt man den Oura Ring, so kann man zunächst mit einem Größenprobier-Set seine passende Ringgröße bestimmen. Ist diese ausgewählt und an Oura übermittelt, so erhält man wenig später eine kleine Box mit seinem neuen Ring.
Mir fällt sofort auf: Der Ring ist deutlich schmaler als mein alter. Laut Oura handelt es sich bei der fünften Generation um den kompaktesten Smart-Ring der Welt. Er ist 6,09 Millimeter breit und 2,28 Millimeter dick und hat damit rund 40 Prozent kleiner als der Oura Ring 4. Tatsächlich lässt er sich mit bloßem Auge nur von Kenner:innen als Smart-Ring identifizieren.
Hier, was noch neu ist:
- Überarbeitete Sensoren: Oura hat die Sensorarchitektur neu entwickelt. Die kleineren Sensoren und effizienteren LEDs sollen den Hautkontakt und die Messgenauigkeit verbessern.
- Sechs bis neun Tage Akkulaufzeit: So lange soll der Ring laut Hersteller mit einer Ladung auskommen. Wie lange er tatsächlich durchhält, hängt unter anderem von Ringgröße, Einstellungen und Nutzung ab.
- Neue Oberflächen: Der Ring besteht innen und außen aus Titan und hat in allen Ausführungen eine besonders harte PVD-Beschichtung für mehr Kratzfestigkeit. Neu dabei ist der Farbton Deep Rose.
- Laden unterwegs: Passend zur fünften Generation gibt es ein separat erhältliches Ladecase, mit dem sich der Ring auch unterwegs ohne Steckdose aufladen lässt.
Für den vollen Funktionsumfang benötigt man zusätzlich zum Ring eine Oura-Mitgliedschaft. Diese kostet in der EU aktuell 5,99 Euro im Monat oder 69,99 Euro im Jahr.
Gut zu wissen: Viele App-Funktionen, darunter das Zyklustracking, gibt es auch für ältere Oura-Modelle ab der dritten Generation. Sie sind also kein exklusives Feature des Oura Ring 5.
Oura: Set-up
Beim Set-up gibt man zunächst ein paar Informationen über sich selbst an, unter anderem Geburtstdatum, Gewicht, Größe und Geschlecht.
Zusätzlich kann man seine Intentionen und Fokusbereiche eingeben. Zu den Fokusbereichen gehören (frei übersetzt aus meiner englischen App):
- Präsenter und fokussierter sein
- Produktiver und energiegeladener sein
- Sportliche Leistung verbessern
- Lernfähigkeit und Kreativität entwickeln
- Stresslevel managen
- Gesundheit verbessern
Im Bereich „Women’s Health“ gibt es dann noch die Auswahlmöglichkeiten:
- Zyklus tracken
- Kinderwunsch
- Schwangerschaft verfolgen
- Perimenopause managen
Ich stelle meinen Ring auf „Gesundheit verbessern“ und „Kinderwunsch“. Let’s go!
Das können die Women’s-Health-Features des Oura Rings
Der Ring hat sehr viele coole Gesundheitsfestures, über die ich auch schon vor einiger Zeit für t3n geschrieben habe. Heute möchte ich mich aber wirklich auf die Frauengesundheits-Features fokussieren!
Mit „Cycle Insights“ kann Oura die Zyklusphasen darstellen und die nächste Periode abschätzen. Dazu kommt die Funktion „Fruchtbares Fenster“, die die voraussichtlich fruchtbaren Tage und den vermuteten Eisprung anzeigt. Oura kombiniert dafür die gemessenen Körpersignale mit den Zyklusangaben, die man selbst in der App hinterlegt. Wichtig ist also auch, die eigene Periode einzutragen.
Für mich ist bei den Women’s-Health-Features insbesondere die Temperaturkurve spannend, die in meinen Zyklen oft einen ähnlichen Verlauf zeigt. Oura misst dafür nachts die Hauttemperatur am Finger und zeigt die Abweichung von der persönlichen Baseline an. Das ist also nicht dasselbe wie eine klassische Basaltemperaturmessung mit dem Thermometer direkt nach dem Aufwachen.
In der ersten Zyklushälfte liegt meine Temperatur meist leicht unterhalb der Baseline, ungefähr zwischen −0,2 und −0,5 Grad. Nach dem Eisprung ändert sich das dann, sodass in der zweiten Zyklushälfte die Temperaturen meist leicht oberhalb der Baseline liegen. Dahinter steckt das Hormon Progesteron, dessen Spiegel nach dem Eisprung ansteigt.
Anhand des Temperaturanstiegs lässt sich also rückblickend besser einschätzen, ob und ungefähr wann ein Eisprung stattgefunden haben könnte. Den exakten Tag kann man daraus allerdings nicht sicher ablesen. Auch Oura wartet mehrere Tage ab, bevor die App einen Eisprung als erkannt markiert. Für den Kinderwunsch sind deshalb auch die Tage vor dem erwarteten Eisprung spannend, nicht erst der Temperaturanstieg danach.
Ich habe euch hier mal einen Screenshot von einem älteren Zyklus reingepackt. Die Linie in der Mitte markiert den Tag, an dem damals meine Periode eingesetzt hat. Ihr seht also: sehr bilderbuchmäßig, hoch und runter, wie eine Welle.

Das allein ist natürlich nicht zu 100 Prozent aussagekräftig, aber es kann dabei helfen, den eigenen Körper besser zu verstehen. Nicht jede Temperaturveränderung hängt mit dem Zyklus zusammen; auch ein Infekt kann beispielsweise die Werte verändern. Und die Vorhersagen sind eben genau das: Vorhersagen. Die Oura-Funktion „Fruchtbares Fenster“ ist zur Unterstützung bei Kinderwunsch gedacht und nicht zur Verhütung geeignet.
Ich benutze zusätzlich zu Oura auch die App Clue, um meinen Zyklus zu tracken. Dort werden mir ebenfalls die ungefähren fruchtbaren Tage sowie der ungefähre Tag des Eisprungs angezeigt. Auch diese Angaben verstehe ich als Orientierung.
Wenn man noch mehr analysieren möchte, kann man auch Ovulationstests machen. Die gibt’s in größeren Packungen in der Apotheke oder online. Sie messen den Anstieg des luteinisierenden Hormons, kurz LH, im Urin, der einem Eisprung normalerweise vorausgeht. Ein positiver Test ist allerdings kein sicherer Beweis dafür, dass der Eisprung dann auch tatsächlich stattfindet.
Oder: Ganz einfach den Zervixschleim beobachten. Kurz vor dem Eisprung wird er häufig klar, flüssiger und dehnbar, ein bisschen wie rohes Eiweiß. Das kann ein zusätzlicher Hinweis auf die fruchtbaren Tage sein. Nach dem Eisprung wird er meist wieder zäher.
Ich fühle mich dank des Oura Rings gut vorbereitet, wieder schwanger zu werden. Und chic sieht er dabei natürlich auch aus. Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es weitergeht, und hoffe, euch dann bald die Schwangerschaftsfeatures vorstellen zu können!
Habt ihr Fragen zum Oura Ring? Schreibt sie gern in die Kommentare!
