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    Einatmen. Ausatmen. Apfelrose.

    Apfelrosen

    Süßigkeiten werden im Ayurveda als Liebesgaben betrachtet. Spätestens als ich beginne, meine erste Apfelrose zu rollen, weiß ich warum – die Apfelscheiben brechen, weil ich sie zu dick geschnitten habe, das Pflaumenmus quillt über den Rand hinaus und am Ende ist nicht nur der Blätterteig voll damit, sondern auch ich.

    „Schlüpfrige Scheißerchen“, denke ich mir, Julia Roberts zitierend.

    Kurz überlege ich, ob ich das Projekt Apfelrosen aufgebe und einfach am nächsten Morgen etwas beim Bäcker hole; die Apfelrosen sind nämlich als Mitbringsel für meine Arbeitskollegen an meinem Geburtstag gedacht.

    „Und jetzt? Und jetzt? Und jetzt?“

    Wer mich kennt weiß, dass Geduld bisher leider nicht zu meinen stärksten Tugenden gehört. Ginge es nach mir, würde alles sofort passieren. Vor allem, wenn ich mich für etwas begeistere. Aber ich übe mich darin, geduldiger zu werden. Achtsamer. Denn: was schnell kommt, ist auch schnell wieder weg. Was lange währt, wird endlich gut. Und so.

    Geduldsprobe: Einatmen. Ausatmen. Apfelrose.

    Ich entscheide mich also dazu, die Übung ganz Yogi-Style als eine Art Handelsmeditation zu betrachten, esse den bereits geschnittenen Apfel auf, richte meinen Arbeitsplatz wieder her und starte nochmal neu, diesmal mit halb so dünnen Scheiben.

    Und siehe da, es klappt! Voller Stolz präsentiere ich meine erste Apfelrose. Und bin dankbar dafür, dass ich mich durchgebissen habe und drangeblieben bin.

    Schon ein Unterschied denke ich mir, als ich das fertige, noch warme und duftende Apfel-Gebäck in der Hand halte: eine selbstgerollte Apfelrose im Vergleich zu einer Dr. Oetker Fertig-Backmischung. Wie nimmst du die Wertigkeit wahr, von einem gekauften Schokoriegel im Vergleich zu einer selbstgemachten Praline? Oder von Omas Apfelkuchen im Vergleich zu einem Kuchen aus der Packung?

    Liebe und Mühe machen den Unterschied. Auch beim Essen.

    Rezept: Apfelrosen

    Zutaten (für 12 Rosen / 1 Blech):

    • 2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal (1 Lage ergibt 6 Rosen)
    • Ca. 3 Äpfel
    • Saft einer Zitrone
    • 1 Schale mit kaltem Wasser
    • Pflaumenmus (oder eine andere Marmelade)
    • Zimt
    • Nach Bedarf: Rohrohrzucker & Staubzucker

    Was noch?

    • Muffinförmchen aus Papier
    • Muffin-Backform

    So geht’s:

    Zitronensaft in die Schüssel mit Wasser geben. Äpfel halbieren und mit einem spitzen Messer das Kerngehäuse entfernen. Dann, hauchdünne Scheiben in Halbmondform schneiden. Ziel ist, dass sich die Scheiben biegen lassen, ohne zu brechen. Die fertigen Scheiben direkt ins Wasser-Zitronen-Bad geben.

    Ofen vorheizen auf 180°C Umluft. Blätterteig ausrollen und der Länge nach in 6 Streifen schneiden. Die obere Hälfte dünn mit Pflaumenmus bestreichen. Dann die Äpfel darauf auslegen, Halbmond an Halbmond (Überlappungen erwünscht), so dass ca. die Hälfte der Rundung nach draußen schaut. Das werden gleich unsere Blütenblätter. Mit Zimt und nach Bedarf mit Rohrohrzucker bestreuen. Dann den Blätterteig der Länge nach zuklappen und festdrücken.

    Jetzt geht’s ans Eingemachte – rolle vorsichtig von links nach rechts dein Blätterteig-Faltwerk zu einer Schnecke. Übung macht den Meister 🙂 Die fertigen Rosen kommen in ein Papierförmchen, damit sie die Form behalten. Hast du ein Blech voll geht’s in den Ofen – nach 30-35 Minuten sind deine Apfelrosen fertig. Abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und genießen! Denn: Warum sich nicht selbst mal eine Liebesgabe machen? Eben.

    Bon appetit, Pretty!!
    Deine Insa

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