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  • Beruf & Berufung

    Das P Wort. 5 Fragen um deinen Purpose zu finden

    Was soll ich machen? Wie kann ich meinen „Purpose“ verfolgen? Was ist überhaupt mein Purpose?

     

    Neu: hier gibt’s den ganzen Artikel jetzt auch zum Hören 🙂

    Manchmal habe ich das Gefühl, in einem großen Flur zu stehen mit vielen Türen, die alle zu verschiedenen Leben und Karrieren führen. Doch ob des Gewichts der Entscheidung, durch eine der Türen zu gehen, bleibe ich lieber im Flur stehen, wie ein Reh, das im Scheinwerferlicht erstarrt. Denn schließlich will ich ja DIE BESTE TÜR auswählen.

    Die Tür, die mir ein Leben voller Purpose ermöglicht.

    Was bedeutet Purpose?

    Die Bedeutung von Purpose ist im Deutschen so etwas wie Sinn, oder Zweck. Es ist das „Warum“. Warum sind wir am Leben? Warum existieren wir?

    Dabei können wir natürlich nicht nur in unserem Beruf unsere Berufung und unser „Warum“ finden. Auch die Familie kann unser Purpose werden. Oder eine Sportart, ein Hobby. Ein Ehrenamt. Die Freude am Erschaffen.

    Die Frage danach, wie ich ein bedeutungsvolles, „purpose-driven“ Leben führen kann, beschäftigt mich schon lange. Ich kann dir gar nicht sagen, wie viele YouTube Videos und Bücher ich zu dem Thema schon konsumiert habe. Ich habe Workshops besucht, meditiert, viel geschrieben und Dinge ausprobiert. Doch trotzdem fällt es mir bis heute schwer, diese eine Sache festzumachen. Warum? FOMO? (Fear of missing out?)

    Bereits vor einem Jahr habe ich darüber geschrieben und bis heute fühlt sich der Artikel recht wahr an für mich: Und was machst du so? Gedanken über das „Ich“ 

    Ich glaube, dass mich das Thema Purpose so beschäftigt, weil ich als Millennial so erzogen wurde, dass ich alle Möglichkeiten habe.

    „Wir haben die Wahl“ – das war schon immer meine Überzeugung.

    Die Qual der Wahl?

    Nun ist es aber gar nicht so einfach, sich für eine Sache zu entscheiden, wenn man viele Interessen und Optionen hat. Und wenn man sich jeden dieser Wege auch irgendwie vorstellen kann. Denn commitment, also das klare Entscheiden für eine Sache, verlangt per Definition, dass man sich gegen andere Sachen entscheidet.

    Wie also umgehen mit diesem Luxusproblem, der Qual der Wahl, in der Wissenschaft auch Paradox of Choice genannt?  

    5 Fragen, mit denen du deinen Purpose finden kannst

    Wie finden wir das, wofür wir brennen, unser „Warum“, wenn wir nicht eh schon immer wussten, dass wir einmal Arzt werden wollen? Genau darum soll es heute gehen, mit meinen fünf Strategien und Denkanstößen, die mir geholfen haben bei Selbstreflektion auf der Purpose Suche.

    • Was hat dir am Meisten wehgetan?

     Ein starker Purpose kann daraus entstehen, dass man seine eigenen (schmerzhaften) Erfahrungen in Lernerfahrungen für andere und damit in etwas Gutes umwandelt.

    Turn hurts into healing.

    Bei mir ist das zum Beispiel so mit meiner Amenorrhö. Mit den Erfahrungen, die ich auf meiner eigenen Reise zu Gesundheit und Selbsterkenntnis gesammelt habe, kann ich heute anderen Mädels helfen, zum Beispiel mit meinem Amenorrhö E-Book „Happy Periods. Zurück zum Zyklus in 10 Schritten“.

    • Wobei vergisst du, zu essen, zu trinken, aufs Klo zu gehen?

    Ok, die Frage klingt vielleicht komisch, aber bei mir ist das oft so, wenn ich „im Tunnel“ oder „im Flow“ bin, dass ich meine Grundbedürfnisse vergesse. Und wenn du dich in diesem Zustand befindest, dann ist das ein ziemlich gutes Zeichen dafür, dass du da gerade Arbeit machst, für die du wirklich brennst, für die du eine Leidenschaft hast!

    Ausnahme: Alles was süchtig macht. Spielsucht etc. zählt nicht. In China ist z.B. schonmal jemand beim WoW Spielen gestorben ist.
    Oh Gott, hätte nie gedacht, dass ich jemals die Bild zitiere in einem Artikel ;D)

    • Welches Kompliment überrascht dich?

    Es gibt zwei Arten von Komplimenten (genauso wie es zwei Arten von Kritik gibt).

    Einmal gibt es die Komplimente, die nicht überraschend sind, weil man eh weiß, dass man gut aussieht – Spaß ;). Aber wenn man zum Beispiel seit seinem 3. Lebensjahr ein Instrument spielt und Konzertsäle füllt, dann weiß man, dass das was man da abliefert, nicht so schlecht sein kann. Die Tatsache ist mir bekannt und sie ist anderen bekannt.

    Die zweite Art von Komplimenten sind diejenigen, die einen überraschen. Bei mir war das vor einiger Zeit, dass ich so ruhig und positiv bin, egal was passiert. Dass Leute gerne in meiner Nähe sind deswegen. Lustig, weil früher war ich der ungeduldigste Mensch auf der Welt. Aber ja, ich denke, das sind die Nebenwirkungen von Yoga. Diese Tatsache wird von anderen wahrgenommen, ist mir selbst aber (zunächst) unbekannt.

    Um mehr über sich selbst und seinen Purpose herauszufinden, kann es Sinn machen, mal darauf zu achten, welche Komplimente einen überraschen und besonders freuen.

    Mal bei anderen nachzufragen, wie die einen eigentlich wahrnehmen. Was sie an einem schätzen. Wo sie einen sehen.

    • Wessen Zitat würdest du dir tätowieren lassen?

     Ok vielleicht nicht gleich tätowieren. Ein Bild im Wohnzimmer reicht auch. Oder einfach die Stille Bewunderung. Denn die Frage lautet: Wer ist dein Vorbild? Und warum?

    Auf der Suche nach seinem eigenen Purpose, ist es hilfreich, sich an anderen Personen zu orientieren, die einen klaren und starken Purpose haben / hatten.

    Wir müssen das Rad nicht neu erfinden – Steal with pride 😉

    Indem man erkennt, wen man toll findet, kann man auch reflektieren, welche Werte für einen selbst wichtig sind. Bei mir sind das:

    _ Nelson Mandela, wegen seiner unfassbaren mentalen Stärke, seiner Fähigkeit zu vergeben und seiner Selbstlosigkeit, seine Vision für ein besseres Südafrika über seine eigene Rachsucht zu stellen.

    _ Amy Purdy, deren Traum professionelle Snowboarderin zu werden zunächst platze, als sie wegen einer Krankheit beide Beine verlor. Die sich aber zurückkämpfte und nun bei den Paralympics alles abräumt und dabei noch eine unglaublich positive Ausstrahlung hat.

    _ Meine Freundin Karita. Sie selbst bekam die Diagnose eines Gehirntumors vor 8 Jahren glaube ich, mit katastrophalen Aussichten. Doch durch ihr Mindset überlebte sie und inspiriert heute in Finnland viele anderen Menschen dazu, nicht den Mut zu verlieren und gesund zu werden (s. auch Punkt 1).

    • Welchen Struggle wählst du?

    Mark Manson schreibt in seinem Buch The Subtle Art Of Not Giving A Fuck (danke Felix + Cecilia :)), dass es an uns ist, unseren Struggle zu wählen.

    Wollen wir einen tollen und gesunden Körper, dann bekommen wir den nicht von alleine, sondern nur durch Commitment, was eben hier mit dem Struggle gemeint ist. Ins Gym gehen, wenn andere frei haben. Auf seine Ernährung achten, wo andere sich eine XXL Pizza reinschieben. Weniger feiern, mehr hustlen. (Sorry für mein Denglisch heute ;))

    Ich kann kein Experte in einer Sache werden, wenn ich parallel noch 5 andere Interessen verfolge.

    Ich kann keine glückliche Partnerschaft führen, wenn ich nebenbei noch 3 andere Eisen im Feuer habe (sagt man das heutzutage noch so;)). Ich kann keine tiefgreifenden Freundschaften führen, wenn ich meine Zeit mit halbscharigen Bekannten verbringe. Also: welchen Struggle bist du bereit, zu wählen?

    Purpose leben – aktiv werden

    Um auf mein Beispiel vom Anfang mit dem Flur und den Türen zurückzukommen: Immer mehr dämmert mir, dass es eigentlich egal ist, welche Tür ich nehme. Hauptsache ich nehme eine. Denn sonst passiert gar nichts. Und das würde ich später bereuen.

    Durch Grübeln verändert man nicht die Welt.

    Erst aus der Aktion ergeben sich wieder neue Möglichkeiten, aus denen man lernt und in denen man sich selbst reflektieren kann. Zwiebelschale für Zwiebelschale bewegt man sich immer näher auf seinen Purpose zu, auf seinen Sinn und Zweck, auf sein Warum. Auf sein wahres Ich.

    Also: Immer weiter. Einfach treiben lassen.

    xx deine Insa

    „Where your spark and the needs of the world meet, there’s your Purpose“
    BrightHouse

    PrettyPrettyWell - Insa
    Hey, bitte nicht unter den Rock schauen 😉
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