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  • Amenorrhö & Hormonbalance / Ernährung & Rezepte

    Was ist die richtige Ernährung bei einer hypothalamischen Amenorrhö?

    Du bist topfit, schlank und rank und achtest sehr auf deine Ernährung. Du machst viel Sport und kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Zucker, Weißbrot und Nudeln (außer Vollkorn) stehen nur selten auf deinem Speiseplan.

    Dein Gedanke: Bloß nicht zunehmen!

    Und es könnte alles so schön sein, würdest du nicht wie ich lange Zeit unter einer sekundären (auch: hypothalamischen) Amenorrhö, also dem Ausbleiben deiner Periode über mehrere Monate leiden, ohne dass eine Schwangerschaft vorliegt. Doch genau diese Angst vor dem Zunehmen, die Phasen des Hungerns, können eine Hauptursache deiner Amenorrhö, von unregelmäßigen Zyklen oder eines unerfüllten Kinderwunsches sein.

    Aber ist das jetzt so schlimm?, fragst du dich vielleicht. Die Antwort ist: tendenziell ja, zumindest, wenn die Amenorrhö langfristig vorliegt. Eine Amenorrhö kann gefährlich werden, denn oft wird sie nicht nur mit trockener Haut und trockenem Haar, Verdauungsproblemen, Erschöpfung, schlechtem Schlaf, einer verringerten Libido in Verbindung gebracht, sondern auch mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Osteoporose (Knochenschwund).

    Höchste Zeit also mal genauer unter die Lupe zu nehmen, was denn eine gesunde und ungesunde Ernährung in Bezug auf unsere Hormonbalance bedeutet!


    Wie entsteht eine sekundäre Amenorrhö?

    Eine hypothalamische Amenorrhö ist ein Symptom, keine Krankheit und meist die Folge von Stress. Dabei ist mit Stress hier nicht nur der Stress in der Arbeit oder mit deinem Freund gemeint. Stress kann auch entstehen durch eine Kombination aus zu viel Sport und zu wenig Kalorien. Oder nur durch zu wenig Kalorien.

    Stress kann entstehen wenn du regelmäßig vergisst zu essen, oder ganz bewusst intermittierendes Fasten praktizierst. Das Ergebnis bleibt immer das Gleiche: ein längerfristiges Kaloriendefizit.

    Doch warum ist unser Körper gestresst von ein bisschen Hunger?

    Unser weiblicher Körper benötigt ausreichend Kalorien, um reibungslos zu funktionieren.

    Ein Mangel an Kalorien kann schnell unsere Hormonbalance durcheinanderbringen. Klar, denn wenn nicht genug vorhanden ist, wie soll der Körper denn dann noch ein Baby mitversorgen können? Deswegen stehe ich auch allen Themen rund um Diät und Fasten kritisch gegenüber.

    Intermittierendes Fasten für Frauen – Ja, Nein, Vielleicht?

     

    Was hat Stress mit einer Amenorrhö zu tun?

    Wird man mit einer sekundären Amenorrhö diagnostiziert, so liegt oft eine Fehlfunktion des Hypothalamus vor. Daher stammt auch die Bezeichnung hypothalamische Amenorrö. Der Hypothalamus steuert im Gehirn durch die Ausschüttung bestimmter Hormone die vegetativen Funktionen des Körpers wie Schlaf, Hunger, die Körpertemperatur und auch den Menstruationszyklus.

    Normalerweise funktioniert dieser Steuerungsmechanismus so: Der Hypothalamus schüttet das Hormon Gonadoliberin (kurz GnRH) aus. Dies wiederum regt in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) die Ausschüttung von luteinisierenden Hormonen (LH) und follikelstimulierenden Hormonen (FSH) an – beides Hormone, die essentiell für den Vorgang des Eisprungs verantwortlich sind.

    Bei einer hypothalamischen Amenorrhö wird in der Regel zu wenig GnRH produziert. Die Folge: es fehlt an LH und FSH – kein Eisprung, keine Periode. Mehr Details zum Nachlesen findest du auch hier:

    Basics – Der weibliche Zyklus

     

    Was ist die richtige Ernährung bei einer (hypothalamischen) Amenorrhö?

    Der Hypothalamus wird von unserem Blutzuckerspiegel beeinflusst. Hohe Konzentrationen von Glukose – also Zucker – in unserem Körper sollen dafür sorgen, dass die GnRH-Nervenzellen aktiver sind, was zu einer erhöhten Produktion von FSH und LH führt – und damit auch zu mehr wachsenden Eizellen[1].

    In Maßen konsumierte Produkte mit einer hohen glykämischen Last beim Wiederbekommen der Periode helfen können. Die glykämische Last drückt aus, wie hoch und schnell eine definierte Portion Kohlenhydrate in Gramm den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Menschen, die auf Diät sind, vermeiden meist solche hoch-glykämischen Produkte wie Reis, Kartoffeln oder Spaghetti. Doch leidet man unter einer Amenorrhö, die gewichtsinduziert ist, sprich, wenn man einen BMI < 19 hat, dann heißt es losgeschlemmt! Also:

    Auf die Cookies, fertig, los 🙂

    Zum Abschluss kommen hier noch ein paar Links und Amenorrhö Ernährungstipps für dich:

    Happy Periods, Pretty!
    Deine Insa

     

    PS: Mehr Tipps und Infos zur Heilung einer sekundären Amenorrhö findest du in meinem E-Book „Happy Periods. Zurück zum Zyklus in 10 Schritten“

     

    [1] Ava (2017): "Ich bin gesund - trotzdem kriege ich meine Periode nicht."
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