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  • Authentizität & Selbstliebe

    Nie wieder Neujahrsvorsätze – 3 Übungen, die dein Leben wirklich verändern können

    Neujahrsvorsaetze Visionen setzen

    Neujahrsvorsätze. Ein Jahresrückblick. Eigentlich sollte das ein ganz klassischer Text werden à la „die 5 besten Fragen für deinen Jahresrückblick“. Was war gut? Was habe ich gelernt? Was möchte ich ändern im neuen Jahr? Mit welchen guten Vorsätzen möchte ich am 1. Januar ein neues Kapitel in meinem Buch des Lebens aufschlagen? Rebooten. Alles auf Anfang setzen. Aber irgendwie fiel es mir schwer den Text zu schreiben. Der Kursor blinkte mich an, ohne dass mir die richtigen Worte einfielen, die ich tippen wollte. [Aus dem Archiv]

    Wie setzt man gute Neujahrsvorsätze?

    Ich recherchierte im Internet und las verschiedenste Listen mit 3 bis 50 „Fragen für deinen Jahresrückblick“. Was war der Song deines Jahres? Was hat dich zum Lachen gebracht? Was war der beste Kauf deines Jahres? Doch, sind das wirklich die Fragen, die einen Unterschied machen?

    Mein eigenes Jahr ist so anders verlaufen als ich ursprünglich geplant habe. Meine Neujahrsvorsätze aus dem letzten Jahr habe ich teilweise erreicht und teilweise nicht. Dafür sind andere Dinge passiert, die ich nie hätte planen können. Denn: Vorsätze und Pläne entstehen im Kopf.

    Sie sind in der Regel ein Produkt unserer Gedanken, nicht unserer Gefühle. Deswegen sind sie auch meist rational von ihrer Natur. „Ich möchte 2kg abnehmen, jeden Tag Yoga machen und meinen Handstand meistern. Ich möchte meinen Job kündigen und einen anderen finden, der mich erfüllt. Ich möchte mehr Zeit mit meinen Freunden / Eltern / Großeltern verbringen, aufhören zu rauchen, gesünder essen, meinen Hund öfter bürsten, …“ – sounds familiar?

    Doch machen solche Vorsätze wirklich einen Unterschied? Wir denken, dass wenn XY passiert, dann werden wir glücklich sein und ein besseres Leben leben.

    Wir tragen alte Narben und überholte Glaubenssätze mit uns herum und bewerten aus diesem Zustand heraus das Jetzt. Wir überbewerten Vergangenheit und Zukunft. Das macht uns zu Getriebenen und versperrt uns den Weg zu wirklichem Frieden.

    Welche Fragen machen denn nun einen Unterschied?

    Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Nur wenn wir es schaffen unsere Routinen und unsere Einstellung zu verändern, können wir auch langfristig etwas in unserem Leben bewegen. Sich selbst zu ändern ist unheimlich schwer; Routinen zu verändern ein bisschen leichter. Dafür möchte ich euch drei Übungen mit auf den Weg geben. Für eine liebevolle innere Einkehr und Reflexion, ein starkes Mindset und einen Kopf voller Träume und Visionen.

    ​1. Dankbarkeit

    Das Leben ist schön. Heute. Uns geht es gut. Wir leben in einer Welt der Fülle und der Möglichkeiten. Das müssen wir lediglich erkennen.

    Gratitude unlocks the fullness of life. It can turn a meal into a feast, a house into a home, a stranger into a friend. – Melody Beattie

    Dankbarkeit hat die Kraft alles zu verändern, unsere Wahrnehmungen, unsere Erfahrungen und unsere Glaubenssätze.

    Wir erwarten zu viel. Überbewerten die Dinge die falsch laufen und schenken den Dingen, auf die wir stolz sein können und die richtig gut laufen, zu wenig Beachtung. Wir denken immer schon 10 Schritte voraus und malen uns Szenarien aus, wie toll / furchtbar unser Leben in der Zukunft sein wird, wenn XY passiert.

    Doch wir leben im Jetzt. Wir können nur im Jetzt glücklich sein. Die Kraft der Gedanken ist mächtig, denken wir nur an Placebo-Effekte, bei denen kranke Menschen auf wundersame Weise gesund werden, obwohl sie lediglich Zuckerkügelchen geschluckt haben.

    Oft werden wir aber von unseren Gedanken in eine negative Richtung manipuliert. Das Ergebnis: Ängste, Zweifel, Selbstvorwürfe. Wie man damit umgehen kann? Meine 5 Tipps gegen Ängste und Zweifel findest du hier: >> 5 Tipps gegen Ängste und Zweifel 

    Unser Glaube kann Berge versetzen. Wir haben die Wahl unser Mindset zu wählen. Choose wisely!

    Dankbarkeit – deine Übung:

    Wofür bist du dankbar im Jahr 2019? Schreibe eine Dankbarkeitsliste mit mindestens 10 Punkten. Gerne mehr, nach oben hin gibt es keine Grenze. Und fühle wirklich die Dankbarkeit. Wiederhole die Übung regelmäßig, zum Beispiel abends vor dem Schlafengehen.

    Level 2: Teile deine Dankbarkeitsliste mit einem lieben Menschen. Du wirst sehen, wie positiv und rosarot die Welt auf einmal erscheint. Und wie schön es ist, sich gegenseitig zu sagen, wie dankbar man ist für die gemeinsame Zeit.

    Aber Vorsicht: Dankbarkeit ist ansteckend. Je mehr wir Dankbarkeit praktizieren, desto mehr werden wir auch haben, wofür wir dankbar sein können 🙂

    ​2. Akzeptanz

    Wenn man lebt, was wir offensichtlich alle tun, wenn du diesen Text hier liest, lässt sich Schmerz nicht vermeiden. Trennungen. Krankheiten. Verlust. Ablehnung. Das Leben kann hart sein; vor allem im Winter 😉 Hinzu kommt der ganze hausgemachte Schmerz, all die negativen Gedanken, die wir uns selbst antun. Was evolutionär von Vorteil war – wir sind nicht dazu gemacht, glücklich zu sein, sondern, um zu überleben.

    Und genauso wie wir Jahreszeiten nicht ändern können, können wir viele Dinge die mit uns passieren nicht ändern. Dazu gehören: die Realität, also das Jetzt. Die Vergangenheit. Andere Menschen.

    Was wir ändern können ist unsere Einstellung, unser Mindset und unsere Werte, mit denen wir in bestimmten Situation handeln. Wir haben es in der Hand, bzw. im Kopf, unsere Reaktion zu wählen. Viele von uns haben einen Rucksack mit dabei, mit dem sie durchs Leben schreiten, vollgepackt mit alten Verletzungen und Unsicherheiten. Das führt dazu, dass wir neue Begegnungen und Situationen durch die Brille der Vergangenheit heraus wahrnehmen und bewerten. Erst wenn wir es schaffen, unseren Rucksack abzuschnallen und beginnen, die Dinge zu akzeptieren wie sie sind, dann können wir frei sein. Und Heilung erfahren.

    Love it, leave it, or change it.

    Wie geht es mir, bin ich zufrieden? Mache ich etwas, was ich liebe? Was mir Sinn stiftet? Nein? Kann ich es ändern? Nein. Dann muss ich es vorübergehen akzeptieren. Ein langfristiges Aushalten, Grämen und Ausharren ist keine Option.

    „Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ 

    Reinhold Niebuhr

    Wir können die Vergangenheit nicht ändern. Widerfährt uns Schmerz, müssen wir ihn durchleben. Trauern. Die Learnings daraus ziehen. Daran wachsen. Und dann: weitergehen. Get over it! Das Leben ist zu kurz für Trübsal, schlechte Laune und selbst-gemachtes Drama.

    Du wirst merken: Wenn wir es schaffen, Gelassenheit zu entwickeln und ein Problem loszulassen, wird auf wundersame Weise Platz gemacht und ein Raum kreiert, in dem sich oft die Lösung wie von selbst präsentiert.

     

    Akzeptanz – deine Übung:

    Frag dich, was gerade in deinem Leben nicht so gut läuft. Was ärgert dich? Was macht dich traurig? Was blockiert dich? Was hast du in deinem Rucksack? Deine Amenorrhö vielleicht? Stress im Job oder in deiner Beziehung? Schreibe alles, was dich gerade ärgert, stört oder unwohl fühlen lässt auf einen Zettel. Ein kurzer Satz reicht, auch gerne in Stichpunkten.

    Wenn du fertig bist, kommt die Akzeptanz ins Spiel. Gehe Punkt für Punkt der Liste durch und frage dich, ob du daran etwas ändern kannst. Wenn nicht. Akzeptiere es. Wenn es ein realer Schmerz ist, trauere.

    Wenn es ein Schmerz aus deinem Kopf ist: weg damit!

    Hausgemachten Schmerz erkennt man an dem eben schon beschriebenen Gedankenkarussell, in dem man bestimmte Situationen immer wieder in seinem Kopf durchspielt. „Was wäre wenn das und das so und so gewesen wäre…“ – Stop it! Wichtig ist dabei, schonungslos ehrlich zu sich zu sein – auch wenn das im Moment weh tut, wird es dich auf lange Sicht befreien.

    Hör’ auf gegen Phantome zu kämpfen. Akzeptiere die Unveränderlichkeit der Dinge aus vollem Herzen. Vielleicht hilft es dir, anschließend die Akzeptanz-Zettelchen in einer kleinen Zeremonie zu verbrennen. Oder sie in einem Akzeptanz-Glas zu sammeln und später nochmal anzuschauen – vielleicht kannst du dich nach 3 Monaten schon gar nicht mehr daran erinnern, was du aufgeschrieben hast, weil sich das Thema in der Zwischenzeit in Luft aufgelöst hat.

    Für die Punkte, die du ändern kannst, kannst du im Folgenden konkrete To Dos und Ziele definieren. Aktion hilft dir dabei, Selbstbestimmtheit und Kontrolle zurückzugewinnen.

     

    ​3. Visionen

    Ein Lieblingsspruch meines Freundes ist (ich glaube er hat ihn von Tony Robbins geklaut ;)):

    Wir überschätzen, was wir in einem Jahr alles erreichen können und unterschätzen, was wir in 10 Jahren schaffen können.

    Haben wir eine Vision, einen Weg vor Augen, dann ist das nicht nur eine tolle Motivation, um morgens aus dem Bett zu springen, sondern gibt dem Leben auch eine Richtung. Einen Sinn.

    Genauso wie Werte als Leitfaden für unser Handeln fungieren, kann auch unsere Vision ein tolles Hilfsmittel sein, um unser Tun zu priorisieren. Soll ich XY machen oder lieber nicht? Dient es deinem Weg, wird die Antwort ein klares „Ja“ sein.

    Visionen sind starke Tools, denn fokussieren wir uns auf etwas, können wir dadurch Dinge wachsen lassen. Worauf möchtest du dich im neuen Jahr fokussieren? Was möchtest du wachsen lassen? Antworten auf diese Fragen findest du, wenn du zunächst das große Ganze betrachtest.

    Visionen – deine Übung

    Spüre in dich hinein. Wo siehst du dich in 10 Jahren? Male dir alle Details aus. Mit wem bist du zusammen? Wie lebst du? Wo? Was machst du?

    Fällt dir diese Übung schwer, kannst du dich zunächst fragen:

    Was liebst du? Wann bist du am Glücklichsten? Was waren deine wichtigsten Lektionen, dieses Jahr und insgesamt? Was möchtest du daraus machen?

    Vielleicht helfen dir dabei auch meine 6 Tipps, um herauszufinden, was du wirklich willst.

    Hast du eine Vision vor Augen, die sich genau richtig anfühlt? Dann kannst du jetzt ans Kreieren gehen. Suche dir Bilder zusammen, die genau zu deiner Vision passen und gestalte dir ein tolles Moodboard. Zitate, deine Vorbilder, Bilder die dich inspirieren – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

    Im neuen Jahr kannst du dein Moodboard mit in deine Meditationsroutine einbauen. Nimm dir täglich ca. 4 Minuten Zeit zum Visualisieren, nicht mehr. Stell dir vor, dass deine Vision bereits Realität geworden ist, dass du deinen Traum lebst. Praktiziere Dankbarkeit dafür, so als wäre deine Vision bereits Realität, denn das zieht sie energetisch zu dir. Thoughts become things. Und dann starte in den neuen Tag – voller Motivation und Tatendrang!

     

    Ich hoffe, dir hat der Artikel gefallen und die Übungen geben dir neue Visionen für ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr, beziehungsweise Jahrzehnt!
    Ich möchte an dieser Stelle einmal selbst meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen: DANKE, dass ich so tolle Leser*innen habe wie dich 🙂

    Ich freue mich auf ein spannendes Jahr 2020 mit dir!
    Lass‘ es dir gut gehen.

    deine Insa

    ❤️

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